Corona Selbsttest

Corona Selbsttest

 

Nasebohren in der Schule erwünscht

Das Corona-Kabinett der Landesregierung hat eine Teststrategie für Schulen und Kitas beschlossen, nach der sich Schüler*innen, Lehrkräfte und Angestellte an allen hessischen Schulen zweimal in der Woche selbst testen können. Am Montag startete die Montessori-Schule Mühlheim, dankenswerterweise mit Unterstützung des medizinisch geschulten Personals der Aesculap-Apotheke Mühlheim, mit der Durchführung. "Wir waren gut vorbereitet", sagt Brigitte Johannsen, die Schulleiterin. "Bereits in den Ferien haben wir die Abläufe mit dem Schulteam durchdacht und festgelegt und konnten so direkt nach den Ferien mit den Selbsttests starten."

Diese Antigen-Schnelltests haben zwei zentrale Vorteile: Der Abstrich erfolgt nur im vorderen Bereich der Nase und erfordert keinen Rachenabstrich und kann somit von jedem*r Schüler*in unkompliziert selbst durchgeführt werden. Das Ergebnis wird nach 15 Minuten sichtbar. Da sich die Schüler*innen im Wechselunterricht befinden, hält sich auch die Zahl der zeitgleichen Tests im Rahmen des Machbaren.

Die Kinder und Jugendlichen wurden zunächst in Kleingruppen mit Hilfe eines Videos der Herstellerfirma informiert und für weiterführende Fragen und Erklärungen stand dann das Fachpersonal zur Verfügung. Erst danach ging es unter Anleitung in die praktische Testphase. "Es gilt insbesondere die hygienische Vor- und Nachbereitung der eigentlichen Testung im Auge zu behalten", so Katrin Kolb, Apothekerin. "Die Durchführung der Tests an sich ist einfach und war auf jeden Fall durch die Schüler*innen selbst zu bewältigen."

Im Vorfeld musste von den Eltern der Minderjährigen eine Einwilligungserklärung vorliegen. Wenn die Schüler*innen den Test nicht in der Schule selbst durchführen möchten, so gibt es eine gute Alternative. Die Eltern können in einem Testzentrum den kostenlosen Bürgertes durchführen lassen. Ein nicht mehr als 72 Stunden altes negatives Testergebnis erlaubt ebenso die Teilnahme am Präsenzunterricht.

"Als Schule gehen wir sehr sorgsam mit dem Wissen über die Testergebnisse um", so Valentina Flack, Geschäftsführerin der Montessori-Schule. "Die Testergebnisse werden, egal ob negativ oder positiv, möglichst vertraulich behandelt." Der Ablauf der Testungen und das weitere Vorgehen im Falle eines positiven Ergebnisses wurde im Voraus mit den Schüler*innen besprochen, um ihnen etwaige Sorgen und Ängste zu nehmen. Ein positives Ergebnis dieses Antigen-Schnelltests führt zu einer sofortigen Quarantänepflicht und danach gilt der übliche vorgesehene Weg über eine PCR-Testung und Meldung an das Gesundheitsamt.

"Die Schüler*innen waren geschickt im Umgang mit dem Test und konnten ihn in der dafür vorgesehenen Zeit durchführen", so Anja Lyssy, Apothekerin und Schulmutter, die die Durchführung an den ersten beiden Tagen unterstützte.