Ich bin in PARIS! Im Brigitte-Sauzay-Austauschprogramm.

Ich bin in PARIS! Im Brigitte-Sauzay-Austauschprogramm.

Eine unserer Schülerinnen berichtet von Ihrer Teilnahme am Brigitte-Sauzay-Austauschprogramm in Paris

Meine bisherige Zeit

09.09.2017. Ein Tag, der entscheidend für die kommenden drei Monate in meinem Leben sein wird.

Das liegt daran, dass ich an dem teilnehme. In dem Fall geht es für mich an den Rand der Stadt der Liebe und Mode: Paris. Mit mir kommt noch eine Freundin, die hier ebenfalls eine Austauschpartnerin gefunden hat. Zusammen werden wir das "Collège et Lycée Saint Michel des Batignolles" besuchen. Nachdem wir nach einer 4 1/2 stündigen Fahrt mit dem TGV gut im Pariser "Gare du Nord" angekommen sind, verbringen wir den Abend bei unseren jeweiligen Gastfamilien. Am darauffolgenden Tag geht es erstmal zu einem  Treffen, bei dem man sich für verschiedene außerschulische Aktivitäten einschreiben kann. Dazu gehören z.B. auch die Pfadfinder, die hier ziemlich populär sind und bei welchen auch unsere Austauschpartnerinnen teilnehmen.  Später besuche ich noch das "Musée d'Orsay", in dem ich auf verschiedene Gemälde von Künstlern wie Claude Monet, Édouard Manet, Pierre-Auguste Renoir und Vincent van Gogh treffe. Dabei haben mich vor Allem die Gemälde und der Stil von Monet und Renoir beeindruckt.

2 Tage nach unserer Ankunft beginnt für uns nun auch die Schule. Wir kommen etwas früher als normal und können deswegen von unseren Austauschpartnerinnen einmal im Schulgebäude herumgeführt werden. Die Schule besteht aus zwei sechsstöckigen, sich gegenüberliegenden Gebäuden, die durch einen Pausenhof verbunden werden. Wir haben einen festen Raum, in dem wir ab nun immer Unterricht haben werden, jedoch werden wir wohl teilweise in den Chemie-, Musik-, Kunst- oder Technologieraum ausweichen, wenn wir eben eines der eben genannten Fächer haben. Nach der Tour beginnt pünktlich um 8:15 Uhr der Unterricht. Wir werden von den Lehrern gut eingebracht und können zumindest versuchen die Aufgaben zu erledigen. Die Lehrer sind ohne Ausnahme freundlich und versuchen unsere Fragen zu gut es geht zu beantworten.  In Sport bekommen wir auch schon den ersten größeren Auftrag bei dem es darum geht, dass wir uns in 4er bis 5er Gruppen zusammen finden- und eine akrobatische "Präsentation" vorbereiten sollen.

Am Samstag war ich dann in Begleitung meiner Gastfamilie im "Palais Royale" bzw. dem "Conseil Constitutionnel". Das ist hier in Frankreich wie unser Verfassungsgericht. Es war ziemlich imposant und wunderschön eingerichtet mit einer riesigen Bibliothek. Danach laufen wir noch ein wenig durch Paris, bis wir uns schließlich langsam wieder auf dem Weg nach Hause machen. Am darauf folgenden Tag besichtigen wir (meine Gastfamilie und ich) das "Domaine de Chantilly". Dieses liegt etwa 45 Minuten nördlich bei Paris. Das Domaine ist wie ein etwas  kleineres Schloss und wunderschön. Egal, wo man hinguckt findet man Kunst, oder andere Schätze, wie zum Beispiel in der Bibliothek. Um das Domaine herum gibt es einen riesigen Park, in dem man vereinzelt auf Restaurants treffen kann. Es gibt ebenso ausgeschilderte Wanderwege, auf denen man einen guten Eindruck von der faszinierenden Anlegung des Parkes bekommt. Dazu gehören auch die chinesischen und englischen Gärten. Erbaut wurde das Domaine de Chantilly 1560 für Anne de Montmorency und später im 19. Jh. vom Herzog von Aumale bewohnt, der der Sohn des Bürgerköngs Louis-Philippe war. Dieser vermachte es auch später dem Institut de France. Es ist heute vor allem für seine - schon eben erwähnten - riesigen Parkanlagen und die große Ansammlung von Gemälden und anderer Kunst bekannt. Ebenso für sein Reitgestüt, welches wir im Anschluss noch besichtigt haben. Später haben wir dann noch eine Kunstausstellung besucht, die sich "Le Massacre des Innocents" nannte. Dort bin ich auf das weltbekannte Meisterstück des Nicolas Poussin getroffen, welches eben das "Massacre des Innocents" ist. Dazu gab es verschieden alte, sowie neue Interpretationen dessen, wie z.B. auch von Pablo Picasso.

Als die Schule am Montag wieder angefangen hat, hatten wir den Auftrag,  eine kurze Präsentation über die Klassensprecherwahl in Deutschland bzw. unserer Schule vorzubereiten und zu halten. Das hat sogar relativ gut geklappt, auch wenn es natürlich auf Französisch war. Die Klasse hat danach sogar nach unserem Verfahren die Klassensprecher gewählt. Hausaufgaben bearbeiten wir genauso wie die anderen Schüler, aber wenn wir es nicht verstehen ist das kein Problem. In Sport konnten wir schon erste Erfolge erzielen.

Dieses Wochenende geht es für uns zuerst zu den Pfadfindern, mit denen wir durch die Straßen von Clichy laufen und soviel Müll wie möglich einsammeln. Nach dieser Wohltätigkeitsaktion fahre ich zusammen mit meiner Austauschpartnerin auf den Geburtstag einer Freundin. Am Sonntag fahren wir zum 1 1/2 Stunden entfernten "Giverny". Dort ist der bekannte, französische Künstler "Claude Monet" aufgewachsen und dort haben sich auch seine Gärten und somit sein Atelier befunden. Diese existieren sowie sein Haus, etc. noch heute. Wir konnten auch einen Blick auf den See/Teich werfen, an dem wahrscheinlich seine bekannten Seerosen-Gemälde entstanden sind.