Grün I beim "Teambuilding-dingsbums"

Grün I beim "Teambuilding-dingsbums"

Keine Disko, keine Möglichkeit einzukaufen, kaum Autos auf der Straße. Wohnt hier überhaupt jemand? „Willkommen im Nichts!“

So langsam bestückte sich das Nichts mit Bäumen und Feldern, Wiesen und –tatsächlich- Häusern. Eines davon ist unsere Jugendherberge in Wolfshausen. Der Busfahrer war sichtlich froh darüber, seine 51 Fahrgäste nach nur 10minütiger Fahrt ausladen zu können. Aufregend war es trotzdem, denn es war schon ein Balanceakt alle Schüler in einen Standard- Linienbus „reinzupferchen“. Schließlich tauschten wir die schweiß-deo-andere Körpergerüche-getränkte Luft des Busses gegen Pferdeäpfel-Gras-Apfel-Duft (gemischt mit einer Messerspitze Spießigkeit).

Gestärkt mit einer guten Portion Spaghetti und Salat stellten wir uns den heutigen Herausforderungen: Begleitet von Regenschauern und Kälte mussten wir versuchen aus einem
„Gefängnis“ auszubrechen. Starke Jungs und pfiffige Mädels ließen bis zum Schluss nicht locker. Melanie hatte ganz recht, wenn sie sagt: „Los, wir können das gemeinsam schaffen!“ oder Maurice mit dem Schlachtruf „Teamgeist!“.

 

 

 

Jubel bei Allen, denn wir hatten die Aufgabe bewältigt! Und eine ebenso jubelnde und stolze Lernbegleiterin, die das Schauspiel gebannt verfolgte ☺. Müde Glieder mussten nun geschont und nasse Haare getrocknet werden.

Zitat des Tages: „Mir ist schweinekalt, aber ich mach meine Jacke nicht zu, das sieht scheiße aus“

Während die meisten am nächsten Tag kaum ihre Augen aufbekamen, starteten andere den Tag mit joggen im Wald. Das Mittagessen mussten wir heute selbst suchen und zubereiten. Voll motiviert stürzten wir uns auf die zu bewältigende Aufgabe. Erstaunlich schnell brannte unser Feuerchen, der Unterschlupf aus Ästen und Zweigen war ebenso flink gebaut.

 

Der zähe Kern hielt bis zum Schluss aus und sägte, schnitzte, suchte und trug so zu einem großartigen Erfolg bei!

Voila – unser Menü
Vorspeise: Gegrillte Zucchini-Paprika-Champignon Spieße
Hauptspeise: Reis mit Tomatensoße
Nachspeise: (gegrillte) Bananen

 

Ganz ohne große Verluste verlief die Aktion jedoch nicht: Morgens geglättete Haare, frisch manikürte Fingernägel litten unter Regen, Kälte und harter Arbeit.

Nach einer wohl verdienten Pause stand eine neue Aufgabe an: Über Drahtseile sollte jeder der Gruppe von Punkt A nach B gelangen. Das geht nur mit viel Geschick und Zusammenarbeit.

Glücklicherweise hatten wir Tarzan-Boy und viele strategische Denker und Helfer. Letztendlich kam es auf jeden Einzelnen an. Es wurde mitgefiebert, -gelitten und -gelacht. Unser Erfolg wurde mit einem Riesenapplaus und Freudenschreien gefeiert.

Zitat des Tages: „Ich glaub´ ich hab´ einen Stock im Arsch“ (Achtung Insider!)

Wer sich als Lernbegleiter im Frühstückssaal Ruhe wünscht, um seinen Kaffee zu genießen, dem empfehle ich folgendes Vortagesprogramm: Abendessen und Schick-mach-Zeit (maximal eine Stunde), danach ab ins Kino. Bestenfalls einen pädagogisch wertvollen Film wie Fuk ju Göte bis 22:00 Uhr, dann noch eine Stunde in Marburg Zeit totschlagen bis der Bus wieder zurück zur Jugendherberge fährt. Den Schülern, die es am folgenden Tag tatsächlich zum Frühstück geschafft haben, konnte man das „Guten Morgen“ nur von den Lippen ablesen. Ansonsten bewegte sich der Mund ausschließlich zur Nahrungsaufnahme oder zum Jammern über die unerträgliche gute Laune mancher Lernbegleiter ☺.

Zitat des Tages (eher ein T-Shirt-Aufdruck, passte aber so super): „Today has been cancelled. Go back to bed.“

Alles in allem ein supertolles Erlebnis. Ich freue mich darauf zu sehen wie es im Alltag Früchte trägt!

Lernbegleiterin I. aus Grün I