Montessori und ihr Erdkinderplan

Montessori und ihr Erdkinderplan

Bezüglich größerer Projekte bewegt sich einiges in der Grünen Gruppe (7.-9. Klasse). Zu Beginn des Jahres gründeten ein paar Schüler und Schülerinnen verschiedene  Schülerbetriebe, wie zum Beispiel die Fahrradwerkstatt „Fahrradpalast“  und das sogenannte „Monte Dinner“. Weiterhin entstand vor einigen Wochen die Idee, einen Kiosk zu eröffnen, der verschiedene Leckereien anbietet. Wir begleiten die Kinder dabei, ihre kreativen Ideen zu entfalten und zu strukturieren, was sehr viel Geduld (auf beiden SeitenJ) erfordert und eine wunderbare Bereicherung ist. Zur Orientierung im Paragraphendschungel oder bei Klärung von Unsicherheiten oder zur Reflektion der bisherigen Arbeit in den Projekten finden regelmäßige Treffen statt. Die eine Gruppe richtet sich nach einer selbst angelegten „To-do-Liste“, eine andere erstellte einen Businness-Plan, auch im Hinblick darauf, so Sponsoren für ihr Vorhaben zu gewinnen. Bei allen Projekten legen wir großen Wert auf die Einhaltung des Essenskonzepts der Schule sowie allgemeiner Sicherheits- und Hygienebestimmungen.

Alle Projekte sind im Sinne von Maria Montessori. Sie spricht in ihrem Erdkinderplan von einer „Erfahrungsschule des sozialen Lebens“, Jugendliche sollen im Alter von 12-16 Jahren praktisch tätig werden, eigene Lebenserfahrungen machen und die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen und mit Erwachsenen in realen Lebenszusammenhängen erfahren können. [1] Im Zentrum von Montessoris Überlegungen steht für diese Altersphase weiterhin die Erringung von Unabhängigkeit, die sich nun auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit erstrecken soll. Der Jugendliche soll das Gefühl bekommen, durch eigene Anstrengungen und eigenen Verdienst im Leben bestehen zu können, wodurch weit über das rein Materielle hinaus seine Persönlichkeit gestärkt wird.

Wir freuen uns darüber, die Schüler bei ihren Vorhaben zu  begleiten,

Isabell  (Lernbegleiterin der Grünen Gruppe)




[1] Vgl.  Maria Montessori: Das Kind