Montessori auch für (hoch-)begabte Kinder?

Montessori auch für (hoch-)begabte Kinder?

Vor gut zwei Jahren standen wir vor einem Dilemma. Unser Sohn war in der sechsten Klasse eines Gymnasiums und dort völlig frustriert. Seine Kommentare zum Schulvormittag:  „Ich habe gar keine Lust mehr in die Schule zu gehen", "mir ist so langweilig", "immer das Gleiche" und "ich bin doch mit dem Thema schon fertig!“.

In der Grundschulzeit war das ähnlich. Doch hier bemühten sich die Lehrerinnen, unseren Sohn mit Zusatzmaterial zu versorgen. Auch wenn er damit alleine im Treppenhaus arbeiten musste, erschien das angenehmer als die vielen Wiederholungen.

Als wir für unseren Sohn das Gymnasium wählten, hofften wir, dass das Lerntempo und die Lerntiefe nun kein Thema mehr sein würde. Das war aber verfehlt.

Die schnelle Auffassungsgabe unseres Kindes, die ja eigentlich ein Segen ist, wurde in dieser Schulform zunehmend  zum Problem.

Bei der Recherche nach einem anderen Lernort wurde schnell klar, dass eine Schulform, die auf Zielgleichheit angelegt ist, für unseren Sohn nicht die passende ist. So sind wir auf die Montessori-Schule gestoßen.

Seit zwei Jahren geht er wieder gerne zur Schule. Er darf in seinem Tempo lernen, Themen wählen, die ihn interessieren, ausdauernd daran arbeiten und so tief eintauchen, wie er möchte und kann.

Für unseren Sohn hat sich der Schulwechsel gelohnt.

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