Wanderung am 1. Mai 2013

Wanderung am 1. Mai 2013

Wanderung

 

Fast schon traditionell könnte man unsere Wanderung am 1. Mai nennen. Nachdem wir letztes Jahr durch die Rückersbacher Schlucht nach Rückersbach gewandert sind, blieben wir auch dieses Jahr dem schönen Spessart treu. Wir trafen uns um 11.30 Uhr auf dem Parkplatz der Burg in Alzenau. Von der Größe her konnte unsere Wandergruppe durchaus mit der Wanderabteilung eines Vereins konkurrieren. Wir waren nämlich 21 Erwachsene und 19 Kinder im Alter von 4 bis unter 60 sowie ein Hund.

Entlang des wildromantischen Flüsschens namens Kahl durchquerten wir einen Teil von Alzenau bis wir außerhalb des Ortes reichblühende Apfelbaumwiesen erreichten. Das Wetter war uns wohlgesonnen, denn schon nach kurzer Zeit wurden die ersten Jacken ausgezogen und wir genossen die warmen Sonnenstrahlen. Langsam ging es bergauf durch herrlichen, gerade erwachten hellgrünen Frühlingswald. Die Natur explodierte in all ihrer Pracht und versprach uns viel. (Vielleicht wird es ja noch was mit dem Wetter.) Auch Kinder, die ansonsten nicht viel Interesse am Laufen haben, rannten den Weg voran, spielten mit Lotta (unserem Hund) und hatten selbst bergauf viel Spaß.

Nach ca. 1 Stunde und der Überwindung von immerhin 300 Höhenmetern erreichten wir den Gipfel des Hahnenkamms. Da wir Tische reserviert hatten, und bald auch alle anderen Gäste, die noch auf „unseren Plätzen“ saßen,  mehr oder weniger vergrault hatten, konnten wir unsere Bestellungen aufgeben.

Für die Hartgesottenen und Schwindelfreien stand noch eine Besteigung des Turms vor dem Mittagessen auf dem Programm. Vor dort oben konnte man einen Panoramablick von 360° auf alle umliegenden Mittelgebirge genießen. Mit den Essensbestellungen klappte es nicht immer auf Anhieb, aber spätestens nach 90 Minuten hatte jeder eine Mahlzeit vor sich stehen. Als Entschädigung für lange Wartezeiten und vergessene Bestellungen bekamen wir zum Abschluss noch einen Teller mit verschiedenen Kuchen auf Kosten des Hauses. Nachdem wir uns nun gestärkt hatten, begann der Abstieg auf verschlungen Pfaden, vorbei an Felsen und durch endlose Blaubeerfelder (natürlich noch ohne Früchte). Die Kinder zeigten zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Müdigkeit. Schlapp wurden wir erst, als wir in Kälberau ankamen. Aber wir hatten noch einen Joker in Petto; nämlich den Eissalon in Alzenau. Bisdahin liefen wir mit vielen anderen 1. Mai Ausflüglern an der Kahl entlang durch ein liebliches Wiesental. Richtig bayrisch muteten die Heiligenbildstöcke aus Sandstein am Wegrand ein; schließlich nennt sich die Route auch Kulturweg 2 und Leidensweg. Um 18 Uhr kamen wir am Marktplatz und somit auch am Eissalon in Alzenau an und gönnten uns für unsere Mühen noch ein Eis.

Abschließend lässt sich sagen, dass es ein wunderschöner Tag war mit netten Leuten, anregenden Gesprächen, angenehm ausgepowerten Kindern und einem wohltuenden Müdigkeitsgefühl. Manch einer fühlte sich sogar inspiriert für den nächsten Ausflug in den Spessart. Auch Alzenau als Stadt fiel angenehm ins Auge. Ich kann Euch nur empfehlen, die nächste 1. Mai Wanderung auf jeden Fall mitzumachen. Es ist ein Event in der Natur für die ganze Familie.

Andrea Specht, Mutter