Schulfreizeit Lauterbach

Schulfreizeit Lauterbach

 

Seit dem Wochenende weiß ich, dass es im Leben meines achtjährigen Sohnes drei jährlich stattfindende Ereignisse gibt, die extreme Vorfreude auslösen. Weihnachten und Geburtstag überraschen wenig. Nummer Drei ist die jährlich stattfindende Schulfreizeit. Freitag bis Sonntag. Jugendherberge Lauterbach. Kinder und Eltern gemeinsam. Für die Eltern heißt es, Herbergsessen, Stockbetten, Kindergetrappel, Kindergeplapper, Kinderlachen. Und für die Kinder: Raus aus dem Auto und weg. Sie kreieren ihre eigene Welt. Rennen, spielen, entdecken. Nachts fallen sie erschöpft in die Betten, nur um dann gleich im Morgengrauen schon wieder aus dem Zimmer zu stürzen. Selbst 11 Kilometer Wanderung, Fußball oder Tischtennis am Nachmittag, Lagerfeuer mit Stockbrot und noch eine Kinderdisco bis in die Puppen beflügeln sie nur, Sonntag mit noch mehr Vehemenz das Ausflugsleben zu genießen. 

Und wir Eltern? Wir plaudern, wir spazieren, wir schalten ab, dem Tohuwabohu zum Trotze. Und wer hat eigentlich gesagt, dass Erwachsene nicht in Kinderdiscos tanzen dürfen? Klassenfahrt, wie Jahre zuvor. Dazu das ganz sichere Gefühl, bei der Schulwahl eine ganz gute Idee gehabt zu haben.

Andreas, Vater