Eierlegende Wollmilchsau – Oder wie heißt das Tier?

Eierlegende Wollmilchsau – Oder wie heißt das Tier?

Individuelle Förderung, größtmögliche Selbstständigkeit, keine Angst vor Zeugnissen, erschwingliches Schulgeld: Eierlegende Wollmilchsau – Oder wie heißt das Tier?

Experten geben verunsicherten Eltern Tipps, welche und wie viel Förderung ihrem Nachwuchs gut tut. Grundschüler, die keinen Nachmittag frei haben und gleich nach den Hausaufgaben zur Musikschule, Sportverein oder Nachhilfe eilen sind offenbar die Regel. Fachleute mahnen: „Kinder brauchen Zeit für sich!“ Die gestressten Eltern geraten unter Druck, den sie an ihre Kinder weitergeben. Zwei Mal im Jahr –  bei der Ausgabe der Halbjahres- und der Abschlusszeugnisse – wird es besonders schlimm: Das Zittern vor den Zeugnissen belastet das Verhältnis von Kindern und Eltern.

Dass es auch anders geht, zeigen die Montessori-Schulen. Beispielsweise bietet die Montessori-Grund- und Gesamtschule Mühlheim maximale Förderung der Kinder vom ersten bis zum zehnten Jahrgang ohne sie dabei zu überfordern. Schulleiterin Brigitte Johannsen sagt: „Ein an jedes Kind individuell angepasstes Lernpensum, Englisch ab dem ersten Lernjahr, selbstständiges Lernen während der Freiarbeitszeit sind nur die Eckpunkte der Montessori-Pädagogik.“ Die Kinder werden gestärkt, sich selbst und ihr Können einzuschätzen. Die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler steht im Mittelpunkt der Pädagogik an der Mühlheimer Montessori-Bildungseinrichtung. Anstelle von Zeugnissen, gibt es Gespräche mit Lernbegleitern und Kindern mal mit und mal ohne die Eltern. „Die Kinder beurteilen gemeinsam mit den Lernbegleitern, was sie bereits gelernt haben und was als nächstes kommt. Sie schreiben Ziele und weitere Lerninhalte in einem „Rahmenvertrag“ nieder“, erläutert Johannsen. Im nächsten Gespräch überprüfen sie dann ob die Ziele erreicht wurden und was die nächsten Schritte sind. Gelernt wird nach dem hessischen Lehrplan.

Das Schulgeld an der Montessori-Grund- und Gesamtschule Mühlheim ist dabei eines der niedrigsten, das hessische/südhessische Montessori-Schulen erheben. Vom ersten bis zum sechsten Lernjahr beträgt es 229 Euro pro Monat. „Geschwisterkinder erhalten Rabatte“, ergänzt Vorstandsmitglied Stefan Jaskulla und fährt fort: „Schulgelder lassen sich zudem steuerlich absetzen.“

Zeit für sich haben die Montessori-Kinder reichlich am Nachmittag, da die Mühlheimer Montessori-Grund- und Gesamtschule keine Hausaufgaben aufgibt. „Sie machen allerdings doch Hausaufgaben, ohne es zu merken. Meine Kinder rechnen zuhause oder schreiben 'Romane' und führen oft das, was sie am Vormittag in der Schule gelernt und geübt haben, da Heim weiter“, berichtet Daniels Mutter.

Mehr über dieses „Fabelwesen“ erfahren Interessenten beim Infoabend am Montag, 24. März, 20 Uhr in der Montessori-Grund- und Gesamtschule Mühlheim, Carl-Zeiss-Straße 4.

 

Mirjana Tasic-Büning, Gründungsmitglied